Umziehen, Glück und Sex

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Ich bin schon oft in meinem Leben umgezogen. Mittlerweile ist München die sechste Stadt, in der ich lebe. Ich würde behaupten, dass ich über die Frage, ob es Sinn macht umzuziehen oder nicht, einiges gelernt habe. Hier also eine kleine Entscheidungshilfe.

1. Wir fokussieren uns darauf, was wir bekommen werden und vergessen, was wir verlieren

Wenn wir uns darüber Gedanken machen, ob es sich lohnt umzuziehen, stellen wir uns oft nur vor, welche Vorteile der neue Job und die neue Stadt bringen werden. Aber denke auch darüber nach, was du vermissen wirst.

Studien besagen, dass die materielle Kompensation sehr hoch sein muss, um den Verlust von Freunden und Familie auszugleichen. Die Universität von London zeigt in einer „Happiness Study“, dass ein zusätzliches Einkommen von 130.000 $ benötigt wird, um das Glücksgefühl zu kompensieren, dass sonst durch Familie und Freunde erzeugt wird.

Als ich wegen eines besser bezahlten Jobs weit weg von Familie und Freunden gezogen bin, hat mich das zusätzliche Geld nicht erfüllt. Ich fühlte mich einsam und verlassen, saß nach der Arbeit alleine in meiner Wohnung herum.

2. Es lohnt sich für die Liebe umzuziehen

Für unsere Zufriedenheit ist Geld also nicht der wichtigste Faktor. Unser Sexleben aber schon. Das besagen Studien von Daniel Gilbert von der Harvard Universität. Daniel Blanchflower, Professor am Dartmouth College, geht noch einen Schritt weiter: “Unser Glücksgefühl erhöht sich substanziell, wenn wir statt einmal im Monat, einmal die Woche Sex haben. Mit dem selben Partner.” One Night Stands helfen hier leider nicht weiter.

Also ist Liebe definitiv ein guter Grund umzuziehen. Vor allem, wenn man davon überzeugt ist, dass es sich für den Partner lohnt und sich eine gemeinsame Zukunft verwirklichen lässt. Dies sollte man allerdings vorher mit dem Partner besprechen, und es sollte eine gemeinsame Entscheidung sein.

Überlege mal! Heutzutage ist es viel einfacher einen Job zu finden, als einen passenden Partner. Firmen sind flexibel und erwarten nicht mehr, dass eine Person zehn Jahre beim gleichen Unternehmen angestellt war. Aber es gibt viele Singles, die versuchen einen Partner zu finden. Zugegeben, es liegt daran, dass viele sich nicht fest binden möchten, weil es so viele andere Datingalternativen gibt. Mein Tipp: Schätzt euch glücklich, wenn ihr einen Partner gefunden habt, der zu euch passt.

Was sind eure Erfahrungen zu dem Thema Glück, Liebe, Umziehen? Was sind eure Entscheidungsgründe für einen Umzug? Und hat es sich gelohnt?

Befreiung vom Joch des Konsumwahns

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Es ist unglaublich, was wir in unserem Leben anhäufen – Kleidung, Kosmetik, Schuhe, Zeitschriften, Deko, Geräte, Teller, Kerzen. Die Liste ist schier endlos. Bei meinem Umzug sah ich das Ausmaß meines unersättlichen Kaufrausches in seinem vollen Umfang. Ein Berg von Kisten türmte sich empor in meiner kleinen 35 qm Wohnung. Wo, um alles in der Welt, hatten sich all diese Sachen, die nun Kiste um Kiste füllten, versteckt? Aus welchen Ecken kamen sie heimlich herausgekrochen und nahmen nun alles für sich ein?

Anscheinend hatte ich über kurze zwei Jahre, Dinge gekauft und sie in den Schubladen verschwinden lassen. So gut versteckt, dass ich selber nicht mal mehr die geringste Ahnung von ihrer Existenz hatte. Wann bitte hatte ich mir all diese Küchenutensilien zugelegt, die nicht ein einziges Mal zum Einsatz kamen? Und warum? Ein leiser Verdacht überkam mich, jemand hätte diese Dinge heimlich in meiner Wohnung versteckt. Aber die Realität sah leider anders aus. Ich hatte mich dem Konsumwahn genüssliche hingegeben, es voll ausgelebt und nicht gemerkt, wie mich alles eingenommen hatte und mir eine Bürde aufgebunden wurde. Ich traf eine Entscheidung: Schluss damit!

1. Aufräumen

Mein Kreuzzug begann damit, Dinge in Kategorien einzuordnen: Müll, Kleidersammlung, Spende an Refugio. Damit verschaffte ich mir erst einmal Luft zum Atmen, schaffte wertvollen Platz in meinem Leben.

Auch heute befolge ich gewisse Regeln. Alte Zeitschriften wandern regelmäßig in den Müll. Seien wir mal ehrlich, werde ich die alte In Style Ausgabe wirklich jemals wieder lesen?! Gelesene Bücher werden verschenkt oder sind als E-Book auf meinem Kindle abgespeichert. Alte Fotos habe ich digitalisiert und in einer Cloud abgespeichert. Wenn ich mir neue Kleidung kaufe, versuche ich im Gegenzug dafür, ein altes Kleidungsstück auszumisten – ok, das gelingt mir nicht immer.

2. Finanzielle Freiheit

Auch finanziell habe ich ausgemistet. Meine Fixkosten habe ich so weit wie möglich reduziert und habe mir ein Stückchen Freiheit zurück erobert.

Ich war erschrocken darüber, wie viel Geld ich jeden Monat für Versicherungen zahlen musste. Dank eines Freundes, habe ich mich mit dem leidigen Thema auseinandergesetzt und viele Versicherungen gekündigt. Ich kann nur jedem empfehlen sich damit zu beschäftigen.

Statt jeden Monat zum Friseur zu gehen, habe ich per YouTube Videos gelernt, wie man die Haarspitzen selber schneidet und spare damit eine ganze Menge Geld. Den monatlichen Nageltermin habe ich gecancelt und lackiere mir nun selber mit Shellac die Nägel. Im Supermarkt kaufe ich nur das, was ich tatsächlich benötige. Das spart Geld und ich muss weniger Lebensmittel unnötig entsorgen. Statt mich Impulsivkäufen hinzugeben, teile ich mir meine Wünsche ein. Jeden Monat darf ich mir etwas kaufen, das ich haben möchte und die Freude darüber ist umso größer.

Gerade die Senkung der Fixkosten nimmt Druck weg. Meine Kosten sind auf ein viel geringeres Einkommen ausgerichtet. Wenn ich mal einen neuen Beruf ausprobieren möchte, kann ich es wagen, weil ich nicht an ein hohes Einkommen angewiesen bin. Und das ist unheimlich befreiend.

Blogparade: Downgrade Deluxe

Mein Geständnis

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Ich gestehe es. Ich gestehe ein, dass ich mir nichts von dem, was ich in diesem Blog schreibe, selbst ausgedacht habe: keinen der Ratschläge, keine der Methoden. Es ist alles geklaut. Von Jahrhunderte alten Ideen und den Religionen der Welt. Ich habe mein Wissen von den Weisen und Erleuchteten, von Gurus, Spirituellen und Schamanen, Menschenverstehern und Philanthropen; von jenen großen Denkern, die immer wieder kopiert wurden, sodass uns ihre Lehren auch heute noch über Bücher, Blogs, Artikel und Reden erreichen. Auch mich. Seit etwa 12 Jahren versuche ich, mein Dasein so zu gestalten, dass es mich erfüllt und mir Lust am Leben bereitet. Dafür habe ich die verschiedensten Methoden erforscht und getestet – und die Reise ist noch lange nicht zu Ende…

Macht mich das viele Lesen, Erforschen, Nachdenken, Testen zu einem Experten? Nein, nicht im Geringsten. Ich weiß nur, welche Methoden für mich funktionieren. Vielleicht kommen neue hinzu, vielleicht fallen einige raus – ich weiß es nicht. Auch ich bin nur eine Suchende.

Werden diese Methoden für dich funktionieren? Es ist gut möglich. Aber wahrscheinlich musst du sie so abändern, dass sie in dein Leben passen.

Bin ich ein guter Ratgeber? Vermutlich schon. In den letzten 12 Jahren habe ich gelernt, mit Menschen eine Beziehung aufzubauen, sie richtig kennenzulernen und ihnen dabei zu helfen, ihr Leben erfüllender zu gestalten. Wie ich dies bei einer Freundin getan habe, die nicht mehr glücklich in ihrem Job war und unzufrieden mit ihrem Leben. Heute hat sie ihr Leben umgekrempelt. In ihrem neuen PR Job arbeitet sie mit Menschen zusammen und nicht nur mit Zahlen im Controlling, lebt gesünder und ist zufriedener.

Gebe ich ungefragt Ratschläge? Nein, niemals, denn es ist nicht mein Recht, mich in das Leben anderer einzumischen. Allerdings: Wenn ich gefragt werde, helfe ich gerne weiter. Und ich freue mich über die positive Entwicklung anderer.

Warum schreibe ich dieses Blog? Um anderen Menschen zu helfen, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Ich stähle zwar Ideen von anderen, aber ich versuche, den Gedanken meine eigene Stimme zu geben und sie mit meinen eigenen Erfahrungen zu füllen.

In dieser zunehmend oberflächlichen, perfektionistischen, Welt ist für mich der einzige Weg, mich mit anderen Menschen verbunden zu fühlen, offen zu sein.

Das war mir übrigens nicht bewusst, bis ich das Video von Brene Brown auf  TED gesehen habe, das mittlerweile 12 Millionen Mal angeschaut wurde. Schaut es euch an! Sie ist witzig – und einigen wird es die Augen öffnen.

 

Kaschmirschal zu gewinnen!

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150 Facebook Likes sind erreicht! Als kleines Dankeschön verlose ich diesen wunderschönen Pashmina aus Kaschmir und Seide. Mitmachen kann jeder, der diesen Beitrag TEILT.

Also fleißig teilen und liken! Dann gehört der Schal bald einem von EUCH :)

Das Gewinnspiel endet am Sonntag den 10. November 2013 um 18:00 Uhr.

Gewonnen hat Zehra Zauberhaft, herzlichen Glückwunsch :)

Einsamkeit Überlisten

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Heute wurde ein Gastbeitrag von mir auf dem Blog “What about my pencil skirt?” veröffentlicht.

[Die Welt wächst immer mehr zusammen, sie wird kleiner, vernetzter und dichter bevölkert, ein globales Dorf. Ironischerweise fühlen sich immer mehr Menschen einsam. Besonders in einer Zeit, in der es zur Normalität gehört, im Laufe seiner Karriere an ganz verschiedenen Orten zu leben, tritt dieses Phänomen verstärkt auf. ...]

Für den vollständigen Beitragt, klick bitte hier.